Untertage Marathon
Es war mal wieder soweit. Wir haben gestern den Untertage-Marathon unter die Füße genommen. Für mich war es bereits das vierte Mal. Und es war das dritte Mal, dass ich den Marathon gefinisht habe. Aber das war gar nicht so leicht.
Vor zwei Jahren habe ich den Lauf aus Vernunftsgründen nach dem Halbmatathon beendet. Damals habe ich mich aufgrund einer garade erst überstandenen Erkältung noch nicht fit gefühlt für den Marathon, aber ich wollte mir das Feeling nicht entgehen lassen.
Dieses Mal war es anders. Ich fühlte mich fit, aber ich bin im Vorfeld sehr viel gelaufen. Einige Läufe sind mir schwer gefallen, aber ich habe sie überstanden. Und so war es auch gestern. Acht Runden á 5,27 km waren 700 m tief unter der Erde auf stark profiliertem Gelände zu erlaufen. Zuerst ging es mir sehr gut. Aber in der vierten Runde änderte sich das schlagartig. Ich war fest überzeugt, das für mich der Halbmarathon ausreichend wäre. Hauptsache, ich war dabei.
Aber dann kam alles ganz anders. Die vierte Runde war geschafft, am Ziel jubelten die Zuschauer, und alles war vergessen. Anstatt ins Ziel zu laufen, bin ich nach links abgebogen, und schon befand ich mich in Runde fünf.
Diese habe ich dann auch relativ gut bewältigt, und so ging ich mutig in Runde sechs. Diese fiel mir dann aber wieder besonders schwer, so das ich für mich beschlossen habe, das 30 km auch schon ein gutes Ergebnis sind.
Aber da hatte ich wieder nicht mit den Zuschauern gerechnet. Wieder wurde am Ziel gejubelt, und wieder bin ich nach links abgebogen, anstatt geradeaus ins Ziel zu laufen.
Ich gebe zu, ich hatte bei diesem Lauf sehr häufig den Wunsch, das ganze zu beenden. Aber als ich dann in der siebenten Runde war, da war mir klar, dass ich nun auch die achte Runde schaffen würde.
Es ist mir heute wieder sehr schwer gefallen, aber ich war hinterher unendlich stolz, das ich durchgehalten habe. Das war wieder ein Sieg gegen den inneren Schweinehund. Das es nicht leicht werden würde, war mir schon vorher klar. Und nun schmückt ein weiterer Salzpokal meine Sammlung.
Unsere Gruppe vor der Einfahrt in den Berg.
Urgestein Sigrid Eichner ist auch immer dabei. Ihre Startnummer zeigt auch ihr Alter.
Die Stimmung am Start ist überwältigend.
Laufen mit Helm ist Pflicht, und eine Stirnlampe sollte man auch dabei haben.
In den ersten drei Runden hatte ich Moni noch bei mir. Sie ist mir später davon gelaufen.
Die Verpflegung war ausreichend. Hier stärke ich mich für die letzte Runde.
Bianka belegte Platz 2 und ich Platz 3 in der Altersklasse.
Mein Salzpokal.