Untertage-Marathon 2009
Eigentlich sollte es ein Marathon werden. Aber erstens kommt es anders als man zweitens meistens denkt.
Nun mal von Anfang an. Nach meinem Untertage-Marathon-Debüt im vorigen Jahr war für mich klar, das muss ich wiederholen. Also habe ich mich rechtzeitig angemeldet, da dieser Lauf auf 400 Teilnehmer limitiert, und wegen seiner Einzigartigkeit auch immer sehr schnell ausgebucht ist.
Leider kann man seine Gesundheit zu dem Zeitpunkt der Meldung noch nicht einschätzen. Das ist immer wie eine Lotterie. So hat es mich in diesem Jahr auch hart getroffen. Seit einigen Wochen plagt mich ein Husten, der mich nachts kaum schlafen lässt, und damit verbunden auch leichte Halsschmerzen. So fiel es mir wirklich schwer, eine Entscheidung zu treffen.
Gestern war es dann endlich soweit. Bianka, Wolfgang und ich fuhren gemeinsam mit den anderen Laufverrückten in das Bergwerk ein. In ca 700 m Tiefe wollten wir laufen.
Bianka war für Detlef eingesprungen, der wegen einer Knieverletzung kurzfristig absagen musste. Wolfgang und ich wollten den Marathon laufen, Bianka den Halben.
Unten im Stollen herrscht immer eine ganz besondere Atmosphäre. Man kann diese nur schwer beschreiben. Man muss sie einfach erleben.
Es liefen die üblichen Startvorbereitungen. Man traf Freunde und Bekannte, begrüßte und umarmte sich, wünschte sich Glück und stand gemeinsam an den Toiletten an. Die Schlange bei den Männern war hier viel länger als die bei den Frauen. Aber das hat niemand gestört. Am Ende standen dann die Männer bei den Frauen, und so schafften es auch alle pünktlich zum Start.
Für mich war schon vor dem Start klar, dass ich heute nicht in der Lage bin, einen Marathon zu laufen. Ich habe es aber niemandem erzählt, weil ich meine Freunde nicht beunruhigen, aber das Erlebnis Untertage-Marathon unbedingt erleben wollte.
Deshalb war mein Plan, ganz verhalten den Halbmarathon zu laufen, ohne meinen Körper unnötig zu belasten. Die schwierigen Bergpassagen zu wandern und wirklich nach 2 Runden ins Ziel zu laufen. Da hier auch eine Halbmarathonwertung erfolgt, fiel es mir auch nicht schwer. Ich habe diesen Lauf mit allen Sinnen genossen. Es ist wirklich ein einmaliges Erlebnis. So hatte ich auch Zeit, in die Seitengänge zu schauen und alle Einzelheiten der Strecke in mich aufzunehmen. Es hat mir riesig Spaß gemacht, diesen Lauf zu genießen. Und ein leichter Muskelkater in den Oberschenkeln zeigt mir heute, dass ich auch etwas getan habe.
Nun werde ich aber meinem Körper erst einmal die notwendige Erholung gönnen.
Anders lief es Bei Bianka und Wolfgang. Bianka hat es geschafft, sich durchzuringen. Sie ist tatsächlich mit Wolfgang den ganzen Marathon durch gelaufen. Das war eine ganz starke Leistung.
Dafür hat sie auch einen schönen Salzpokal für Platz 2 in der Altersklasse mit nach Hause genommen. Das war eine ganz starke Leistung.
Am Abend sind wir dann noch mit den anderen Gästen unserer Pension Essen gegangen. Es war ein rundum schönes Lauferlebnis. Hier der Artikel aus unserer Regionalpresse.
Mein Bericht vom letzten Jahr: klick hier







