Hamburg 2012 - der Lauftag
Bereits um 5.30 Uhr startete ich vom Campingplatz, um einen günstigen Parkplatz in Startnähe zu ergattern. Um diese Zeit brodelte schon das Leben. Nur schleppend kam ich voran, und es ist mir tatsächlich gelungen, den letzten Parkplatz an meinem Lieblingsort zu belegen. Später hätte ich nicht starten dürfen. Nun konnte ich mir endlich Zeit lassen, und in Ruhe Kaffee kochen, frühstücken und meine Startvorbereitungen treffen. Pünktlich um 8 Uhr trafen dann auch Jana und Erika ein, um sich in Ruhe auf den Start einzustimmen. Mein Bulli wurde wie gewohnt zum Basislager. Es war kühler als erwartet, und so wurde die Kleidungsfrage kurzfristig zum Problem. Nachdem die erste Aufregung verflogen war, und alle startbereit vor dem Bulli standen, machte Steffen noch ein Gruppenfoto, und dann wanderten wir zum vereinbarten Fototermin der Streakrunner.
Auf die wärmenden Folien wollten wir nicht verzichten.
Schnell tauchten wir in der Menge unter.
Zum Gruppenfoto der Streakrunner trafen wir pünktlich ein.
Dann wünschten wir uns alle viel Erfolg und begaben uns in die Startblöcke.
Der Startschuß erfolgte pünktlich um 9 Uhr. Langsam setzte sich das Läuferfeld in Bewegung. Ich startete aus dem Startblock "G". Das war irgendwo im Mittelfeld. Immerhin gingen die Startblöcke von "A" bis "N". Nach ca 4 Minuten erreichte ich die Startlinie und trottetet ganz langsam los. Irgendwie brauchte ich wieder einige Zeit, um in einen angenehmen Laufrythmus zu kommen. Aber das geht mir immer so. Es war sehr angenehm, so in der Menge zu schwimmen und das Publikum auf der Reeperbahn zu genießen. Hier ist die Stimmung bereits auf dem Höhepunkt. Und so laufen sich die ersten Kilometer locker und leicht. So wollte ich weiter laufen. Das machte Spaß.
Wie verabredet stand bei km 3 Steffen und machte die ersten Fotos.
Ein kurzes Winken und hallo wie gehts, und schon bin ich wieder weg.
Nach 5 km werde ich von Detlef überholt. Wir schwatzen kurz, und ich gebe ihm einen Tipp, wo Steffen das nächste mal stehen wird, und dann entschwindet er meinen Blicken.
Der Tipp war gut, und deshalb gibt es auch von Detlef ein schönes Foto bei km 7.
Kurz danach bin auch ich an dieser Stelle.
Dann bin ich wieder allein und hänge meinen Gedanken nach, bis ich bei km 8 von Moni eingeholt werde. Da war die Freude groß. Gemeinsam liefen wir von nun an weiter, und ich hatte die Hoffnung, das dies so bleiben würde. Wir passierten den Fischmarkt und die Landungsbrücken und hatten Gänsehautfeeling und (Freuden-)Tränen in den Augen. Die Stimmung hier ist einfach nur unbeschreiblich überwältigend. Leider dauerte unser gemeinsamer Lauf nicht sehr lange. Ich fühlte mich immer besser, und so bin ich dann Moni doch davon gelaufen. Aber sie hat es mir nicht übel genommen. Es ging vorbei an der Speicherstadt, und ich passierte den Autotunnel problemlos. Schon war ich bei km 15, und es lief sich wunderbar leicht. Am Jungfernstieg reichte mir eine liebe Bekannte das Wasser.
Das ist Heike. Schnell machten wir ein Foto, und schon ging es weiter.
Danke liebe Heike für das Foto und das Wasser reichen. Ich habe mich sehr gefreut, dass ich Dich getroffen habe. Nach 17 km ereichte ich die Außenalster, und noch immer war kein Steffen zu sehen. Ich hatte ihn wohl verloren. Aber mir war klar, das er irgendwann wieder auftauchen würde. Er hat genug Erfahrung und kennt die Strecke sehr gut. Bei km 19 war er dann auch wieder da. Zuvor hatte er einige Zeit Moni begleitet und auch von Ihr Fotos geschossen.
Wer genau hinschaut, erkennt Moni in lila mit erhobenen Armen.
Nun begleitete er wieder meinen Lauf bis zu km 28. Dort kennt er eine Abkürzung und gönnt sich bei km 35 eine Pause, bis ich wieder auftauche. Ab km 35 begleitet er mich dann bis zu meinem Zieleinlauf. Dort fällt mir das Laufen schon sichtlich schwerer, aber ich bin gut durch gekommen. Es gab keinen Einbruch und keinen toten Punkt.
Hier habe ich schon ca 38 km in den Beinen.
Aber es geht voran.
Kurz vor km 40 gönne ich mir doch mal eine kurze Pause.
Nun ist es bald geschafft.
Es ist wirklich nicht mehr weit.
Nur noch einmal um die Kurve.
Geschafft :-) Ich trage stolz meine Medaille.
Jetzt heißt es schnell umziehen, ein wenig erholen, und dann die anderen Lauffreunde im Ziel erwarten.
Auf dem Weg zum Ziel kommt mir bereits Jana entgegen.
Sie ist auch froh, das Ziel erreicht zu haben. Herzlichen Glückwunsch, liebe Jana.
Dann nehme ich Platz auf der Zuschauertribüne und erlebe den Zieleinlauf von Elke und Frank.
Elke und Frank haben den Marathon gemeinsam bewältigt.
Auch hier meinen Herzlichen Glückwunsch und vollsten Respekt.
Und dann kommt meine Heldin des Tages.
Es hält mich nichts mehr auf der Tribüne. Ich laufe Erika entgegen.
Erika hat sich ihren Lebenstraum erfüllt. Sie hat es geschafft, sie ist im Ziel, und sie ist mit Recht überglücklich und unendlich Stolz. Mit 62 Jahren hat sie ihren ersten Marthon bewältigt.
Erika´s kraftvoller Zieleinlauf.
Herzlichen Glückwunsch, liebe Erika.
Hamburg war wieder ein wunderschönes Lauferlebnis. Ich bin im nächsten Jahr wieder dabei.
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