Klassentreffen auf Helgoland
Alle Jahre wieder zieht es uns Anfang Mai nach Helgoland. Und das nicht ohne Grund. Dieses Event ist kaum zu toppen.
Obwohl es in diesem Jahr mit der Anreise etwas problematisch war, wurde es doch noch ein rundum schönes Wochenende. Leider sind Hartmut und Anton aufgrund der notwendigen Umbuchungen des Katamaran zu Hause geblieben. Das war weniger schön, aber im nächsten Jahr sind sie wieder dabei.
Gemeinsam mit Iris und Billy bin ich am Freitag früh um 5 Uhr in Richtung Cuxhaven gestartet, wo wir mit der MS Helgoland nach Helgoland übersetzen sollten, nachdem der Katamaran von Hamburg kurzfristig gestrichen wurde.
Das war weniger schön, aber die Anreise verlief problemlos, und auch das Umbuchen auf das Ausweichschiff verlief ohne Probleme.
Schon während der Überfahrt wurde unsere kleine Gruppe immer größer.
So kamen wir pünktlich mittags auf Helgoland an und hatten auch noch etwas Zeit für einen kurzen Lauf, bevor es zur Startnummernausgabe und um Briefing ging.
Und am Abend stand das alljährliche Klassentreffen der Racebooker auf dem Plan. Hierfür hatte Uwe-Heinz, wie im vorigen Jahr, Plätze im Restaurant Seehund gebucht. Wir haben da schon fast das halbe Restaurant für uns alleine. Irgendwann schaffen wir es noch, das ganze Lokal voll u bekommen. Die Gruppe wird von Jahr zu Jahr größer. :-)
Ohne Reservierung hat man auf Helgoland kaum eine Chance, abends irgendwo Plätze u bekommen.
Hier kann man einfach gut essen und feiern. Es wurde ein rundum schöner Abend.
Am Samstag treffen wir uns um 8:45 Uhr zum Gruppenfoto am Start. Wir haben von unserem Hotel nicht mehr als 200m Fußweg bis dort hin, können also in aller Ruhe frühstücken und uns starfertig machen. Da es schon am frühen Morgen warm genug ist, gehen wir gleich in unserer Laufkleidung dort hin. Einen wirklich weiten Weg hat hier niemand. :-)
Es herrscht eine ruhige, angenehme Atmosphäre. Es werden Fotos gemacht und alle sind gut gelaunt.
Um 9:00 Uhr schickt Oke Zastrow, der Chef-Organisator die Minimarathonis auf die Strecke.
Nachdem die Minis gestartet waren, begaben wir uns ebenfalls an unsere Startlinie, die etwa 200m zurück verlagert war. Es sollte ja schließlich ein Marathon voll werden.
Man sah auch hier nur fröhliche Menschen mit lachenden Gesichtern. Einfach nur schön, diese tolle Vorstart-Stimmung.
Um 9:15 Uhr war es dann endlich auch für uns soweit. Nun hieß es, die schöne Insel 5 mal zu umrunden. Um überhaupt auf 8km je Runde zu kommen, musste man da auch noch einige Schleifen einbauen.
Und nun hieß es wieder 5 mal auf 8 km die Insel und die Stimmung geniessen. In jeder Runde gibt es 4 Verpflegungspunkte, und jeder hat seinen eigenen Charme.
An der Jugendherberge, nach ca. 1,5km, werden wir von fröhlichen Kindern versorgt, in Regie der Erwachsenen, die sich diskret im Hintergrund halten. Das wirkte alles sehr Liebevoll.
Etwa einen Kilometer weiter erreichen wir den sogenannten Düsenjäger, ein steiler, etwa 200m langer Anstieg, der uns vom Unterland in das Oberland befördert. Auch dieser ist selbstverständlich 5 mal zu bewältigen. Klugerweise sollte man spätestens hier jeweils eine Gehpause Einlegen. Wer versucht, den Düsenjäger hoch zu kacheln, der bekommt irgendwann die Quittung. Ich spreche da aus Erfahrung. :-)
Am Ende des Düsenjägers wird man von fröhlichen, jubelnden Zuschauern empfangen. Und ich hatte hier meinen eigenen Fan-Club. Das war jedes mal eine einzige Party. Und das Schlückchen Sekt verlieh mir offensichtlich jedes Mal Flügel. :-) :-) :-)
Etwa 500m weiter erreichte man die Schule. Und hier wurden wir in jeder Runde von fröhlichen Schülern und ihren Lehrern empfangen. Es ist einfach nur schön, mit wieviel herzlicher Freude alle beteiligten dabei waren.
Und dann geht es weiter hinaus in die schöne Natur. Entlang der Steilküste zur langen Anna und auf der anderen Seite zurück. Hier hat man dann bereits die Hälfte der Runde erreicht.
Nach ca. 5km heisst es dann wieder auf einer Straße abwärts laufen zum Unterland, vorbei an der Bunten Kuh, wo man schon wieder von jubelnden Menschen empfangen wird.
Nun noch eine Schleife in das Hafenbecken. Hier befindet sich am Ende eine Wendeschleife, an der richtig die Post abgeht. Das ist schon wieder eine einzige Party. Die Stimmung ist kaum noch zu toppen. Aus riesigen Lautsprechern dröhnen die schönsten Party-Hits über das Meer. Hier stört das keinen.
Es kommen mir auf dem Weg dort hin und zurück die Läuferinnen und Läufer entgegen, die vor oder hinter mir laufen.
Und danach läuft man durch das Hafengelände, wo man schon bald den letzten Verpflegungspunkt bei Kilometer 7 erreicht.
Und auch dieser Verpflegungspunkt ist sehr speziell mit extrem gut gelaunten Menschen. Hier wurde ich in der letzten Runde sogar mit einem Gläschen Sekt empfangen. Da lief sich der letzte Kilometer gleich nochmal so schnell.
Ich lasse jetzt einfach mal Bilder sprechen.
Nach 5 Runden erreichte ich völlig entspannt und überglücklich das Ziel. Und ich wollte gar nicht glauben, was ich da sah. Es war tatsächlich eine 4 vor dem Komma. Eine Zeit unter 5 Stunden bin ich schon lange nicht mehr gelaufen. Das brachte mir auch noch einen Treppchenplatz. Und das, trotz Fotostops und Trinkpausen.
Und was ich noch weniger glauben wollte, das war die Ansage des Zielsprechers, dass ich die älteste Teilnehmerin bin. :-)
Die Stimmung im Zielbereich war auch wunderschön. Ich wurde schon von den schnelleren Teilnehmern freudig Empfangen, und wir warteten alle gemeinsam, bis auch die letzten aus unserer Gruppe das Ziel erreicht haben.
Am Abend gab es dann die Siegerehrung und die große Abschlußparty. Auch hier war die Stimmung kaum zu toppen. Wir haben getanzt bis in den frühen Morgen, und ich nehme meinen dritten Pokal von Helgoland mit nach Hause.
Im nächsten Jahr bin ich auf jeden Fall wieder dabei. Und dann noch eine AK höher. :-)
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