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Challenge, 300km in 30 Tagen

10. Dezember 2017 , Geschrieben von Laufmauselke

Einfach ist anders.

Diese Challenge wurde vor einem Jahr auch schon mal aufgerufen. Da habe ich mitgemacht. Und ich konnte mich gut erinnern, das es mir nicht leicht gefallen ist.

Auch als Täglichläufer muss man sich seine Kraft, und die Distanzen sehr genau einteilen. Und es kommt immer wieder etwas unvorhergesehenes. 

Ein Schnitt von 10km täglich ist im Alltag schon eine Herausforderung. Deshalb habe ich mich zuerst einmal gegen die Teilnahme entschieden.

Aber das Thema liess mir keine Ruhe. Warum sollte ich es nicht einfach mal probieren? Es geht ja eigentlich um nichts. Und wenn ich es nicht schaffe, ist das auch kein Beinbruch. Und als sich dann auch noch Nicole dafür entschieden hat (sie hat genau so wie ich gezögert), da habe ich mich doch dafür entschieden.

So startete am 11.11. unsere Challenge. Da ich am 12.11. den Athen-Marathon gelaufen bin, hatte ich schon mal ein gutes Polster für die ersten Tage.

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Challenge, 300km in 30 Tagen

Danach hiess es, das tägliche Pensum so optimal wie möglich zu dosieren. 

Da ich sportlich auch in anderen Sportarten sehr aktiv bin, war es teilweise gar nicht so einfach. Ich wollte ja mein Polster auch nich so schnell aufbrauchen. Aber irgendwie ist es mir immer wieder gelungen, einen kleinen Vorsprung zu halten.

Eine Woche nach Athen gab es dann den Lauf in die Tropen. Da habe ich mich für 12km angemeldet. Und als wir dann vor Ort waren, habe ich meine Entscheidung nicht bereut.

Ich hätte auch 20km laufen können. Aber das Wetter war so unangenehm, dass ich dazu keine Lust gehabt hätte. Sturm und Regen begleiteten uns auf den 4km-Runden. Da war ich froh, dass ich nach 3 Runden in die wärmende Tropenhalle und in die Sauna gehen konnte.

Challenge, 300km in 30 Tagen
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Danach folgten viele kurze und längere Läufe, die ich in den normalen Tagesablauf eingebaut habe. Aufgrund der Challenge waren es eher längere Läufe. Länger, als ich sie ohne die Challenge gelaufen wäre.

Zum Beispiel wollte ich nach einem Jumping-Kurs in der Forckenbeckstraße die ca. 20 km nach Hause laufen. Allerdings war dann auf halber Strecke in Spandau Schluss. Ich hatte ja noch genügend Polster. Und so gab ich meinem Eis-Appetit nach, und die Regionalbahn war ja hier auch in der Nähe. :-) 

Ausserdem hatte ich ja immer noch ein kleines Km-Plus.

 

Challenge, 300km in 30 Tagen
Challenge, 300km in 30 Tagen
Challenge, 300km in 30 Tagen

Dann gab es noch einen schönen Lauf mit Petra, die für ein paar Tage beruflich in Berlin zu tun hatte. Dieser Lauf hätte sicher auch ohne Challenge stattgefunden.

Challenge, 300km in 30 Tagen
Challenge, 300km in 30 Tagen
Challenge, 300km in 30 Tagen
Challenge, 300km in 30 Tagen
Challenge, 300km in 30 Tagen
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Die letzte Woche der Challenge wurde dann für mich zu einer echten Herausforderung. Es erwischte mich heftig mit einer Erkältung.

Am Montag spürte ich schon, dass da etwas im Anmarsch ist. Am Dienstag hatte ich dann keine Stimme mehr. Nun konnte ich nur noch von Tag zu Tag entscheiden, wie viel Kilometer ich laufen kann. Schnell war mein Vorsprung dahin geschmolzen. Das ich kein Fieber hatte, und mich ansonsten körperlich fit fühlte, war moderates Laufen möglich.

Jeden Abend hatte ich das Gefühl, die Challenge nich zu schaffen. Aber das wäre ja auch nicht schlimm gewesen.

Jedoch liess es mein Ehrgeiz nicht zu. Immer wieder hatte ich Hoffnung, es doch noch irgendwie zu schaffen. Hinzu kommt, dass ich meistens erst in der Dunkelheit laufen konnte. Das war zwar spannend, aber auch nicht immer schön.

Challenge, 300km in 30 Tagen
Challenge, 300km in 30 Tagen
Challenge, 300km in 30 Tagen
Challenge, 300km in 30 Tagen

Heute war nun der letzte Tag der Challenge. Hierfür hatte ich mir etwas ganz besonderes ausgedacht.

Nach meiner Rechnung wären noch 5km zu laufen. Die wollte ich in Michendorf beim Nikolauslauf bewältigen. Darauf habe ich mich auch gefreut.

Challenge, 300km in 30 Tagen
Challenge, 300km in 30 Tagen

Aber es kam anders. Heut früh habe ich entschieden, nicht nach Michendorf zu fahren. Ich hatte einfach keine Lust, für 5km alleine so weit hin und zurück zu fahren. Diese Zeit wollte ich sinnvoller nutzen.

Ein Blick aus dem Fenster ließ mich schnell eine Alternative finden.

Challenge, 300km in 30 Tagen

Für ein erfolgreiches Finish fehlten mir noch 17 Kilometer. Wie konnte ich diese am besten laufen? Da kam mir eine Idee.

Da es mir relativ gut ging, habe ich beschlossen, in Richtung Spandau zu laufen. Hier hatte ich mindestens 3 Möglichkeiten, mit der Regionalbahn zurück zu fahren, wenn es mir nicht gut geht. Zurück wollte ich, wenn alles gut geht, durch das schöne Spektefeld laufen.

Und dann startete ich nach dem Frühstück meinen Lauf. Es war sonnig, und es war kalt. Aber ich war optimal gekleidet, und es ging mir erstaunlich gut. Am Bahnhof Spandau hatte ich 9km auf dem Tacho, und es fiel mir auch nicht schwer, meine Schritte in Richtung Spektefeld zu lenken. Und das war eine gute Entscheidung. Es war ein wunderschöner Lauf, und am Ende waren es 18 herrliche Kilometer.

Damit habe ich die Challenge mit 301 km gefinished. Und das macht mich auch ein wenig stolz.

Aber eins steht fest, einfach war es nicht. Trotzdem bin ich im nächsten Jahr bestimmt wieder dabei.

Es ist ja keine Pflicht, aber es ist eine sehr gute Möglichkeit, im Winter immer wieder den inneren Schweinehund zu überwinden.

Hier noch einige Impressionen von meinem heutigen Lauf:

Challenge, 300km in 30 Tagen
Challenge, 300km in 30 Tagen
Challenge, 300km in 30 Tagen
Challenge, 300km in 30 Tagen
Challenge, 300km in 30 Tagen
Challenge, 300km in 30 Tagen
Challenge, 300km in 30 Tagen
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