Friday, 12. december 2008 5 12 /12 /Dez. /2008 21:31

Nun bin ich die ganze Woche morgens gelaufen. Heute bin ich aufgewacht, und draußen war alles weiß. Es war schön, im frischen Schnee zu laufen. Da konnte ich mir sogar die Kopflampe sparen. 
Bis Mittwoch hatte ich noch Muskelkater in den Oberschenkeln. Aber das ist jetzt auch vorbei. 
Am Mittwoch Abend waren wir  wieder schwimmen. Das hat wahrscheinlich ebenfalls zur Auflockerung der Muskulatur beigetragen. Es ist mir auf jeden Fall gut bekommen.
Nun freue ich mich auf meinen morgigen Lauf. Er wird seit langem mal wieder bei Helligkeit stattfinden und mich zum See führen.

von Laufmauselke
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Thursday, 11. december 2008 4 11 /12 /Dez. /2008 20:04

Diese schöne Kerze hat mir Stefan geschenkt.
Hier könnt Ihr mehr über ihn erfahren.
Er ist mein kleiner Freund.

von Laufmauselke
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Sunday, 7. december 2008 7 07 /12 /Dez. /2008 19:15

Am Freitag war es endlich soweit. Mit unseren beiden Iron-Männern Detlef und Wolfgang startete ich nach Feierabend in Richtung Sondershausen, um dort das für mich letzte große Laufereignis dieser Saison zu erleben. Detlef war unser Fahrer und Wolfgang hatte die Unterkunft gebucht. So konnte ich mich ganz entspannt dem Ereignis hingeben. Es war schön, sich einmal um nichts kümmern zu müssen.
Nachdem wir unsere Unterkunft, ein sehr schönes, kleines Ferienhaus bezogen hatten, wollten wir noch Essen gehen. Schließlich brauchten wir Kraft für das große Ereignis am nächsten Tag.
Es war bereits 20 Uhr. Aber wir hatten Glück. Am Sondershausener Marktplatz fanden wir ein gemütliches Restaurant mit einem sehr guten Speisenangebot und hervorragender Bedienung. So gingen wir dann gut gesättigt und zufrieden schlafen. Das Frühstück am nächsten Morgen wurde für uns auf Wunsch um 6.15 Uhr von unserer Vermieterin sehr liebevoll serviert und ließ keine Wünsche offen.
Um 7 Uhr fuhren wir dann los, um Unsere Startunterlagen in Empfang zu nehmen. Dann hieß es, zum Schacht zu fahren, und die Fahrt mit dem Förderkorb zum 700 m tief gelegenen Startplatz zu erleben. Da der offizielle Förderkorb zum Startort wegen Reparaturarbeiten gesperrt war, mußten wir noch ein Stück weiter fahren. Hierzu wurde vom Veranstalter ein Busshuttle eingerichtet. Diesen Bus verfolgten wir mit unserem PKW, so konnten wir uns nicht verfahren.
Schon das herunterfahren mit dem Förderkorb war ein erstes Abenteuer für mich. Unten angekommen wurden wir dann mit speziellen Fahrzeugen zum Startort gefahren. Es waren offene, Jeepähnliche LKW´s mit langen Sitzbänken, die ca 30 Leute transportieren konnten. Diese fuhren nun pausenlos durch die engen Stollen. Die fahrt kam uns sehr rasant vor. Später haben wir dann erfahren, das die Fahrzeuge nicht schneller als 40 km/h fahren können. Aufgrund der Enge der Stollen kam es uns sehr viel schneller vor.
Endlich am Startort angekommen hieß es dann nur noch Ruhe bewahren und sich langsam auf den Start vorbereiten. Überall waren Tische und Bänke aufgestellt, die sich nach und nach mit Läufern, Laufsachen und Zuschauern füllten.
Nun hatten wir noch sehr viel Zeit, uns auf den Start vorzubereiten. Ich habe mir erst eimal ganz in Ruhe alles angesehen. Es war gigantisch. Es gibt dort unten einen großen Konzertsaal, eine Bowlingbahn und andere Sehenswürdigkeiten. Auch gastronomische Einrichtungen waren vorhanden. Diese haben wir genutzt, um noch einige Becher Kaffe zu genießen.
Der Start sollte um 10 Uhr erfolgen, verzögerte sich aber weit nach hinten. Es war für den Veranstalter eine große Herausforderung, alle Teilnehmer und Ihre Begleiter rechtzeitig dort hin zu transportieren. Aber das störte niemanden. Eine Bergmannskapelle spielte zur Unterhaltung und es gab auch genug zu bestaumen.
Es machte auch Spaß, die vielen Läuferinnen und Läufer bei ihren Startvorbereitungen zu beobachten.
Ich hatte in meinen beiden erfahrenen Begleitern eine große Unterstützung. Sie konnten mir sehr viele nützliche Tipp´s geben, die ich auch alle sehr ernst nahm und beherzigte. So zum Beispiel der Hinweis, keine Wände zu berühren, und sich dann den Schweiß abzuwischen. Das könnte aufgrund des Salzgehaltes eine brennende Wirkung verursachen. Viel trinken und langsam laufen waren ebenfalls sehr nützliche Hinweise. Dies betonte auch der fleißige Spreche vor dem Start immer wieder.
Um 11.15 Uhr war es dann endlich soweit. Nun waren alle Teilnehmer Startbereit, und es wurde ein feierlicher Kaltstart zelebriert, um dann nach ca 400 m den entgültigen Start zu vollziehen.
Ich hatte einen wahnsinnigen Respekt vor der Strecke und startete deshalb sehr langsam und vorsichtig. Unser Plan war, die erste Runde gemeinsam zu laufen, um erst einmal zu testen. Aber schon das gelang mir nicht. Ich ließ die Männer ziehen und wollte nur noch meinen eigenen Lauf laufen.
Und es begann schrecklich. Schon kurz nach dem Start war mir klar, das ich das nur maximal 2 Runden durchhalte. Ich schwankte immer wieder hin und her, und dachte mindestens 10 mal an´s Aufgeben. Es war Wahnsin. Immer wieder waren lange Anstiege zu bewältigen, auf denen es mir fast unmöglich schien, zu laufen. Das wollte ich mir wirklich nicht 4 mal antun. So ging das immer wieder bis zu km 7. Und dann ging es auf den letzten ca 3 km fast nur noch bergab. Das war für mich sehr überraschend und auch erholsam.
Nachdem die erste Runde geschafft war, gab es für mich dann keinen Zweifel mehr. Das schaffe ich doch noch 3 mal. Nun kannte ich die Runde und versuchte mich durchzubeißen. Nach jeder Runde wurde man so euphorisch vom Sprecher und vom Publikum empfangen, woraus man auch wieder viel Kraft schöpfen konnte. Es war einfach gigantisch.
Auf der Strecke herrschte eine eigenartige Stille. Die Läufer wurden immer weniger und jeder hatte offensichtlich mit sich und seinem Kampf gegen die Herausforderung zu tun. Es gab keine Gespräche, und auf den beiden härtesten Anstiegen wurde grundsätzlich gegangen. Dort schaffte es niemand, zu laufen.
Es gab 4 Verpflegungpunkte im Abstand von 2,5 km. Ich sehnte jeden herbei und griff auch jedes mal zu. Für mich war es gut, jedes mal einen Becher Wasser zu trinken. Schließlich herrschten hier unten trockene Temperaturen zwischen 25 und 30 Grad. In den letzten beiden Runden griff ich dann auch zu Cola. Die Verpflegung war hervorragend. Neben ausreichenden Getränken, Wasser, Tee und Cola, Gab es Bananen, Apfelsinen und Trockenobst. Das viele Trinken war das aller wichtigste.
Während des Laufes mußte ich an die Laufberichte denken, die ich über diesen Lauf schon gelesen hatte. Es gab da auch einige Parallelen, aber keine negativen Gedanken.
Der Lauf gestaltete sich für mich wieder Erwarten ohne nennenswerte Probleme. Als ich nach 4:57:47 h die Ziellinie erreichte schossen mir spontan die Freudentränen ins Gesicht. Ich war unendlich stolz, diese wahnsinnige Herausforderung bewältigt zu haben.
Der Ergebnisausdruck wurde uns unmittelbar nach dem Zieleinlauf ausgehändigt. Hier konnte man dann sofort das Ergebnis sehen.
Meine Bilanz: Platz 2 in AK W50, Platz 6 aller Frauen. Es war gigantisch, und nun habe ich auch noch einen Salzpokal für den 2. Platz in meiner Sammlung.
Meine beiden Begleiter sind auch sehr gut durchgekommen. Wolfgang ist das 4. Mal dabei gewesen und mit 4:51:xx h persönliche Untertagesbestzeit gelaufen und Detlef hat sich in 5:08:xx h und einigen Muskeproblemen auch durchgebissen, Für ihn war es das zweite Mal..
Nach der Siegerehrung und einem kleinen Imbiss reihten wir uns dann in die Warteschlange ein, um irgendwann wieder aufwärts zu fahren, was natürlich auch noch einige Zeit in Anspruch nahm.
Um 19 Uhr waren wir dann endlich wieder oben. In der Unterkunft gab es erst einmal eine heiße Dusche und dann gingen wir zum Abendessen und Feiern in das schöne Restaurant vom Vorabend, wo wir sogar noch auf Plätze warten mußten.
Es war für mich ein unwahrscheinlich schönes, ganz besonderes Lauferlebnis.

von Laufmauselke
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Wednesday, 3. december 2008 3 03 /12 /Dez. /2008 21:11
Als ich heute von der Arbeit kam, wollte ich eine kurze Runde Laufen. Es hatte den ganzen Tag geschneit, aber der Scnee blieb nicht liegen. Dadurch waren die Straßen sehr matschig. Eigentlich gar kein schönes Laufwetter.
Zu Hause angekommen staunte ich nicht schlecht. Durch unsere sonst sehr ruhige Straße wälzte sich der gesamte Straßenverkeht, der sonst über die Hauptstraße rollt, die parallel zu unserer Kastanienallee direkt bis zum Rathaus Spandau führt. Irgendetwas muß da passiert sein, dachte ich mir. Sofort schoß mir in den Kopf, das die parkenden Autos da eine Rolle spielen. Ich ärgere mich immer wieder darüber, das verantwortungslose Autofahrer ihre Fahrzeuge auf stark befahrenen Hauptstraßen abstellen müssen. In diesem Falle geschieht dies immer vor einer Gaststätte. Am liebsten würden die Leute noch dort rein fahren, obwohl Parkplätze auf dem Hof vorhanden sind.
Da mein lieber Mann mich noch zum Eikaufen schickte, lief ich erst einmal in diese Richtung. An der Hauptstraße angekommen, traf mich fast der Schlag. Tatsächlich geschah der schwere Vrkehrsunfall genau vor der Gaststätte, und tatsächlich war ganz offensichtlich ein dort geparkter PKW daran beteiligt. Ein Großaufgebot an Polizei, Feuerwehr und Krankenwagen war vor Ort, und ich konnte sehen, das die Feurwehrleute gerade bemüht waren, den eingeklemmten Fahrer des einen PKW aus seinem Wrack zu befreien, was nur mit schwerem Gerät möglich war. Es war ein schrecklicher Anblick. Ich bin sofort geflüchtet. Aber beruhigen kann ich mich nicht.
Nach dem Einkaufen hab ich dann doch noch die Laufschuhe geschnürt und bin los gelaufen.Da kam ich zwangsläufig nochmal an der Unfallstelle vorbei. Nun waren schon die Abschleppwagen vor Ort und versuchten gerade, die beiden total zerknautschten PKW abzuschleppen. Der geparkte Wagen hatte nur einen Seitenschaden und einen abgerissenen Spiegel. Wer weiß, ob der Fahrer sich überhaupt seiner Schuld bewußt ist. Schließlich ist ja das Parken dort erlaubt. Mir wird schlecht, wenn ich daran denke.
Na ja, ich bin dann erst einmal gelaufen. Es war matschig, ich hatte schnell nasse Füße, aber mir ging es gut. Nur der Kopf hat pausenlos gearbeitet. Aus meiner kleinen geplanten Laufrunde wurde dann doch eine etwas längere. Zuerst wollte ich nur eine Straßenrunde laufen. Dann kam ich zum Geschichtspark und habe festgestellt, das hier der Schnee noch eine dünne Decke bildete und die Wege dadurch gut sichtbar waren. Sofort änderte ich meinen Plan, und lief durch den Park. Im angrenzenden Spektefeld lief es sich genau so schön. So dehnte sich meine Runde immer weiter aus. Auf dem Rückweg hab ich dann noch dos obige schön beleuchtete Haus mit meinem Handy eingefangen. Das hatte auf mich eine wunderbare, beruhigende Wirkung. Anderthalb Stunden und 13km später kam ich dann noch einmal an der Unfallstelle vorbei. Alles war ruhig. Nichts erinnerte mehr an einen Unfall. Der Verkehr rollte wieder ganz normal. Nur vor der Kneipe parkte zum ersten Mal kein Auto. Ob das so bleibt? Ich weiß es nicht. Aber ich glaube, morgen haben es die Leute wieder vergessen.
Dieses Thema wird mich noch lange beschäftigen.
von Laufmauselke
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Monday, 1. december 2008 1 01 /12 /Dez. /2008 20:49

Jedes Jahr am ersten Advent findet in Ratzeburg der Adventslauf statt. Eine halbe Stunde vor dem Start war der Startort, der kleine Marktplatz von Ratzeburg, noch menschenleer. Irgendwie hatte man das Gefühl, hier am falschen Ort zu sein. Lediglich eine Startbanderole für den 7,5 km-Lauf um den kleinen Küchensee ließ erahnen, das hier etwas im Gange ist.

Nach und nach füllte sich der Platz schnell mit Läufern. Kurz nach 11 Uhr wurde dann auch die Hauptstraße gesperrt und die Startbanderole für den großen Lauf über die Straße gespannt. Darauf stand noch 26 km, was einige Starter erst einmal verwunderte. Die Traditionsstrecke von 26 km wurde in diesem Jahr wegen einem Brückenbau einmalig um 5,5 km verlängert. Dies war wahrscheinlich auch der Grund, weshalb der Lauf erstmalig nicht ausgebucht war. Pünktlich um 11.15 Uhr fiel der Startschuß.

Nun starteten ca 1200 Läufrinnen und Läufer auf die große 31,5 km-Runde zeitgleich mit ca 500 Startern, die die 7,5 km unter die Füße nahmen. Ich startete im Feld der langen Strecke. Locker und verhalten lief ich mit dem Läuferfeld, immer darauf bedacht, mich wegen meiner abklingenden Erkältung nicht zu übernehmen.

Die Strecke rund um den Ratzeburger See ist eine landschaftlich sehr reizvolle Strecke, allerdings mit ihrem anfangs sehr welligen Profil nicht ganz einfach zu laufen. Ab km 16 laüft man auf einem schmalen, wunderschönen, flachen Uferweg, bevor es bei km 27 noch einmal richtig zur Sache geht. Hier gibt es bis km 30 noch einige Berge zu bewältigen, die es in sich haben. Der Endspurt entlang der Uferpromenade lauft sich dann noch einmal wie im Fluge.

Als ich nach 02:54:02 h locker über die Zielline lief, war ich mit der Zeit und meinem Lauf mehr als zufrieden. Allerdings reichte diese Zeit diesmal nur für Platz 10 in der unwahrscheinlich stark besetzten AK W50.

Im nächsten Jahr bin ich wieder dabei, dann allerdings in der W55. :-)

 

von Laufmauselke
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