Wednesday, 3. december 2008
3
03
/12
/Dez.
/2008
21:11

Als ich heute von der Arbeit kam, wollte ich eine kurze Runde
Laufen. Es hatte den ganzen Tag geschneit, aber der Scnee blieb nicht liegen. Dadurch waren die Straßen sehr matschig. Eigentlich gar kein schönes Laufwetter.
Zu Hause angekommen staunte ich nicht schlecht. Durch unsere sonst sehr ruhige Straße wälzte sich der gesamte Straßenverkeht, der sonst über die Hauptstraße rollt, die parallel zu unserer
Kastanienallee direkt bis zum Rathaus Spandau führt. Irgendetwas muß da passiert sein, dachte ich mir. Sofort schoß mir in den Kopf, das die parkenden Autos da eine Rolle spielen. Ich ärgere mich
immer wieder darüber, das verantwortungslose Autofahrer ihre Fahrzeuge auf stark befahrenen Hauptstraßen abstellen müssen. In diesem Falle geschieht dies immer vor einer Gaststätte. Am liebsten
würden die Leute noch dort rein fahren, obwohl Parkplätze auf dem Hof vorhanden sind.
Da mein lieber Mann mich noch zum Eikaufen schickte, lief ich erst einmal in diese Richtung. An der Hauptstraße angekommen, traf mich fast der Schlag. Tatsächlich geschah der schwere Vrkehrsunfall
genau vor der Gaststätte, und tatsächlich war ganz offensichtlich ein dort geparkter PKW daran beteiligt. Ein Großaufgebot an Polizei, Feuerwehr und Krankenwagen war vor Ort, und ich konnte sehen,
das die Feurwehrleute gerade bemüht waren, den eingeklemmten Fahrer des einen PKW aus seinem Wrack zu befreien, was nur mit schwerem Gerät möglich war. Es war ein schrecklicher Anblick. Ich
bin sofort geflüchtet. Aber beruhigen kann ich mich nicht.
Nach dem Einkaufen hab ich dann doch noch die Laufschuhe geschnürt und bin los gelaufen.Da kam ich zwangsläufig nochmal an der Unfallstelle vorbei. Nun waren schon die Abschleppwagen vor Ort und
versuchten gerade, die beiden total zerknautschten PKW abzuschleppen. Der geparkte Wagen hatte nur einen Seitenschaden und einen abgerissenen Spiegel. Wer weiß, ob der Fahrer sich überhaupt seiner
Schuld bewußt ist. Schließlich ist ja das Parken dort erlaubt. Mir wird schlecht, wenn ich daran denke.
Na ja, ich bin dann erst einmal gelaufen. Es war matschig, ich hatte schnell nasse Füße, aber mir ging es gut. Nur der Kopf hat pausenlos gearbeitet. Aus meiner kleinen geplanten Laufrunde wurde
dann doch eine etwas längere. Zuerst wollte ich nur eine Straßenrunde laufen. Dann kam ich zum
Geschichtspark und habe
festgestellt, das hier der Schnee noch eine dünne Decke bildete und die Wege dadurch gut sichtbar waren. Sofort änderte ich meinen Plan, und lief durch den Park. Im angrenzenden Spektefeld lief es
sich genau so schön. So dehnte sich meine Runde immer weiter aus. Auf dem Rückweg hab ich dann noch dos obige schön beleuchtete Haus mit meinem Handy eingefangen. Das hatte auf mich eine
wunderbare, beruhigende Wirkung. Anderthalb Stunden und 13km später kam ich dann noch einmal an der Unfallstelle vorbei. Alles war ruhig. Nichts erinnerte mehr an einen Unfall. Der Verkehr rollte
wieder ganz normal. Nur vor der Kneipe parkte zum ersten Mal kein Auto. Ob das so bleibt? Ich weiß es nicht. Aber ich glaube, morgen haben es die Leute wieder vergessen.
Dieses Thema wird mich noch lange beschäftigen.
Neueste Kommentare